Samstag, 31. Juli 2010

16. Etappe (Nyon - Genf, 34.6 km)



Heute um 16 Uhr ist es vollbracht - ich bin in Genf angekommen. Nach 475 km mit 13'400 Höhenmetern.



Das Wetter ist für meinen Abschluss wieder zur Hochform aufgelaufen - von A bis Z Sonnenschein.

blauer Himmel und Sonnenschein zum Abschluss









Und ich mache mich zum letzten Mal auf den Weg.

440 km hinter mir - noch 35 km vor mir


















Der Anmarsch zum Höhepunkt des Tages, dem Tal des Grenzflusses Versoix, war lang. Genau gesagt 15,5 km. Die Windungen des Flüsschens entschädigen dann aber für den etwas monotonen Anmarsch.

langer Anmarsch


















Idylle am Flüsschen Versoix

















kleiner Wasserfall
























Das Dorf Versoix nach 23 km ist der offizielle Endpunkt des Trans Swiss Trail 2.

Das offizielle Ende des Trans Swiss Trail 2
















Im Buch zum Trans Swiss Trail 2 heisst es, man solle von Versoix den Zug nach Genf nehmen, es gebe keinen schönen Weg nach Genf hinein. Ich gehe trotzdem zu Fuss weiter. Und erreiche gut 2 Stunden später das Ziel.

in Genf ist es heute heiss

















die Fêtes de Genève sind in vollem Gang

















31.7.2010: von Nyon nach Genf (34,6 km)
























Höhenprofil

Freitag, 30. Juli 2010

15. Etappe (Morges -Nyon, 36.6 km)

Die heutige Etappe ist bestimmt kein Wander-Leckerbissen. Von den 36 km sind viele Kilometer auf Beton (Rebbauern scheinen eine Vorliebe für Beton zu haben), rechte Strecken auf Asphalt, und ein paar Abschnitte auf Waldwegen. Und auch landschaftlich halten sich die Reize in Grenzen.



auf einer Asphaltstrecke


















Aber: Um 12 Uhr habe ich von einer Anhöhe aus den jet d'eau, den 140 m hohen Springbrunnen im Genfer Seebecken, erblickt. Das Ziel ist nicht mehr weit.

Ein Mal hat es kurz geregnet. Nach 10 Minuten unter einem Vordach war der ganze Zauber vorbei.


30.7.2010: von Morges nach Nyon (36,6 km)


















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14. Etappe (Vevey - Morges, 33.5 km)

Heute kann ich dem Regen nicht ausweichen. Während der Rest der Schweiz Sintfluten erlebt, kommt das Genferseebecken aber glimpflich weg. Nach 2 Platzregen am Morgen kommt es am Mittag zu einem Gewitter. Da heisst es jeweils, schleunigst irgendwo unterzustehen und das Ende des Schauers abzuwarten. Am Nachmittag gibt es weiteres Donnergrollen, doch die Regengüsse ziehen rechts und links an mir vorbei.


bewölkt, aber kein Regen








Regen über dem See








ein weiterer Regenschauer über dem See








das Gewitter hat mich erreicht - ich warte unter Bäumen
















der Regen prasselt nieder
















doch nach dem Regen kommt die Sonne wieder












Der Weg führt mich zuerst durch Rebberge, danach über weite Strecken direkt dem See entlang. Um Lausanne herum und bis nach Morges haben sie es geschafft, das Seeufer, oder zumindest einen schmalen Weg am Ufer, für die Allgemeinheit offen zu halten.



Privatland, aber mit Wegrecht für die Allgemeinheit - eine gute Lösung

















schöne Wege am Seeufer

















29.7.2010: von Vevey nach Morges (33,5 km)












Höhenprofil

Donnerstag, 29. Juli 2010

13. Etappe (Gruyère - Vevey, 34.9 km)

Heute kommt der letzte grosse Anstieg und der Kulminationspunkt meiner Tour. Ich gehe allerdings nicht ganz auf den Moléson hinauf, sondern nur bis Plan-Francey (1517 m ü. M.), der Mittelstation der Seilbahn.


der mächtige Moléson, 2002 m hoch















Und meine Beine sind noch gut genug, um diesen Anstieg ohne Pause zu bewältigen. Danach folgt eine Höhenwanderung zwischen 1000 und 1400 m ü. M., über Alpweiden und durch Dörfer.


Im Feriendorf Les Paccots hat es viele grosse und luxuriöse Chalets. Dazwischen entdecke ich auch ein kleines Häuschen, bei dem aber offensichtlich das Wohnen nicht die Hauptsache ist ...



Hauptsache Platz für die Autos



















An einigen Orten sind die Wanderwege wie Finnenbahnen angelegt.

Wanderwege wie Finnenbahnen
 























Nach der Höhenwanderung folgt der steile und lange Abstieg Richtung Vevey, der ganz schön in die Beine geht. Auf diesem Abstieg erheische ich einen ersten Blick auf den Genfersee.

schon fast am Ziel - der Genfersee




















28.7.2010: von Gruyère nach Vevey (34,9 km)


















Höhenprofil

12. Etappe (Zollhaus FR - Gruyère, 31.5 km)

Heute bin ich wieder mit leichtem Rucksack unterwegs. Der Tag beginnt mit einem wunderbaren Weg der Warmen Sense entlang von Zollhaus FR zum Schwarzsee.

alte Brücke über die Warme Sense

















Schwarzsee








Danach treiben mich die drohenden schwarzen Wolken im Rekordtempo über La Balisa (1410 m ü. M).

Auf der anderen Seite trifft man auf den schönen Lac de Montsalvens.


Hängebrücke über einen Arm des Lac de Montsalvens


















Lac de Montsalvens mit Staumauer













Nach dem Lac de Montsalvens geht es durch die Gorges de la Jogne, einer Schlucht mit schmalem Weg, der durch 3 Tunnels führt. Super.


das Ende des Tunnels

























Fazit des Tages: Eine wirklich schöne und lohnenswerte Etappe.


27.7.2010: von Zollhaus FR nach Gruyère (31,5 km)



















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11. Etappe (Rüeggisberg - Zollhaus FR, 30.0 km)

In der Nacht hat es geregnet, und ich habe gefroren - der Schlafsack ist zu dünn.


Gemäss Wetterprognose sollte es heute regnen. Tut es aber - auf meiner Talseite - nicht.

auf der anderen Talseite regnet es
























Es hat zwar während des ganzen Tages immer wieder drohende Wolken am Himmel, aber es bleibt trocken mit sonnigen Abschnitten.



drohende Wolken















Heute sind es wieder viele Höhenmeter, ganz schön anstrengend mit dem ganzen Pack. Ich frage daher meine Mutter, ob ich bei ihr in Bulle unterkommen und die nächsten Etappen von dort aus machen kann. Ich kann. So schliesse ich den Wandertag nach 30 km in Zollhaus FR ab, da ich von dort per Bus nach Bulle gelangen kann.


26.7.2010: von Rüeggisberg nach Zollhaus FR (30 km)






















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10. Etappe (Neumühle - Rüeggisberg, 39.3 km)

Nach 2 Tagen Pause wegen Regens mache ich mich am Sonntag (25.7.) von Neumühle aus wieder auf den Weg. Der Rucksack scheint leicht, die Beine sind erholt.

Der Weg führt mich aus dem Emmental durch das Tal der Aare und durch das Gürbetal, jeweils mit einem Hügelzug dazwischen. Das ergibt ein ziemliches Auf und Ab, durch wunderbare Landschaften.


Blick zurück ins Emmental



prächtiges Bauernhaus


 

Blick Richtung Tal der Aare



















Da es morgen wieder regnen soll, will ich heute möglichst weit kommen. So wird es eine lange Etappe, bis ich kurz nach halb acht Uhr einen guten Zeltplatz finde.


25.7.2010: von Neumühle nach Rüeggisberg (39,3 km)

















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Samstag, 24. Juli 2010

9. Etappe (Napf - Neumühle, 30.4 km)

In der Nacht hat mich das Gewitter doch noch eingeholt. Um 23 Uhr hat es so stark zu regnen begonnen, dass ich befürchtete, weggeschwemmt zu werden. Doch nichts dergleichen ist passiert. Das neue Zelt hat wunderbar gehalten, nur die vielen Nacktschnecken am Innen- und Aussenzelt sind am Morgen etwas störend.

Obwohl ich gestern erst spät aufgehört habe, bin ich heute schon um Viertel vor sieben abmarschbereit.


Restfeuchtigkeit des Gewitters












Um halb neun trinke ich auf dem Napfgipfel einen Kaffee. Und dort erfahre ich, dass ab Mittag Gewitter und Sturmböen angesagt sind. Und morgen soll es den ganzen Tag regnen ...

Um vor dem Regen eine gewisse Strecke zurücklegen zu können, beginne ich also, vom Napf abzusteigen. Wobei absteigen viel gesagt ist. Es geht immer etwas hinunter, um gleich darauf fast die gleiche Anzahl Höhenmeter wieder hinauf zu gehen. Überall findet sich wieder ein Hügel, der sich auch noch in den Weg stellen kann. Es wird schon fast ätzend.

über jeden Hügel ...









... und durch dunkle Wälder
























Um 14.30 Uhr bewahrheitet sich das, was vorher nur ein Gerücht war - es beginnt stark zu regnen. Die erste starke Welle warte ich unter Bäumen ab, dann mache ich mich mit Regenschutz wieder auf den Weg. Dabei merke ich, dass es bei Regen nicht wirklich Spass macht. Ich beschliesse also, in Neumühle (bis dahin sind es 90 Minuten im Regen) die S-Bahn zu nehmen und über Burgdorf nach Zürich zu fahren, um dort die Regenperiode dazu zu nutzen, mich auszuruhen und einen Blog über meine Wanderung zu schreiben.


22.7.2010:  vom Napf nach Neumühle (30,4 km)













Höhenprofil